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DARSTELLER


KEN DUKEN / DANIEL BAUER

Daniel Bauer, Außenseiter und Jedermann zugleich. Er geht arbeiten, sieht fern, hat eine Freundin, macht Urlaub - er ist ganz und gar gewöhnlich. Trotzdem trennt ihn eine unsichtbare Wand von den anderen Menschen. Hinter seinem stoischen Alltag, seiner schüchternen Unbeholfenheit, liegt ein dunkler Abgrund, den er ebenso teilnahmslos hinnimmt, wie den Rest der Welt. Menschen zu erschießen oder Fernzusehen: Anscheinend macht das für ihn keinen Unterschied.

Ken Duken wurde 1979 in Heidelberg als drittes Kind der Schauspielerin Christina Loeb geboren. Er besuchte nie eine Schauspielschule, sondern belegte Schauspielkurse unter anderem bei James Reynold. Nach diversen Theaterrollen in Der Besuch der alten Dame, Das Haus in Montevideo sowie in diversen Shakespeare-Dramen spielte er 1999 seine erste große Kinorolle an der Seite von Franka Potente und Heiner Lauterbach in Friedemann Fromms Schlaraffenland. Ein Jahr später sah man ihn in Miguel Alexandres Drama Gran Paradiso, in dem er den lebensmüden Mark – seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt – verkörpert. Von 2002 bis 2007 gehörte Ken Duken zur Kernbesetzung der ZDF Polizeifilm-Reihe Nachtschicht von Lars Becker. Neben zahlreichen TV-Rollen, auch international, wie in La Fuga degli Innocenti (2004), Karol – Ein Mann, der Papst wurde (2006), setzte er seine Karriere im Kino mit Produktionen wie Kiss & Run (2004) und der Tragikomödie Eine andere Liga (2006) weiter fort. Für beide Filme wurde er mehrfach als bester Darsteller ausgezeichnet, u.a. mit dem renommierten Grimme-Preis.
Literatur- und Historienklassiker wie Ali Baba (2007), Tolstojs Krieg und Frieden (2008) und die Geschichte um den berühmten Piraten Störtebecker (2006) gehören ebenso zu seiner Filmografie. Für Aufsehen im Fernsehen sorgte Ken Duken zuletzt in dem Drama Willkommen zu Hause, indem er als Kriegsveteran aus dem Irak heimkehrt.
Im Kino war Ken Duken jüngst in Tarantinos Inglourious Basterds (2009), in Til Schweigers Zweiohrküken (2009) und in der gefeierten deutsch-dänisch-norwegischen Co-Produktion Max Manus (2010) zu sehen.
Neben der Schauspielerei zieht es Ken Duken auch immer wieder hinter die Kamera, außerdem ist er Mitbegründer der Produktionsfirma Grand Hôtel Pictures, die auch DISTANZ produziert hat.

 

 

 

 

FRANZISKA WEISZ / JANA WALLAT

Auch Jana ist Außenseiter. Sie ist hübsch und zurückhaltend, schüchtern und doch Daniel gegenüber fordernd und einnehmend. Christian, der offensiv mit ihr flirtet, interessiert sie nicht. Sie verliebt sich in Daniels Blick und seine beharrliche Distanz. Mehr als alles andere sehnt sie sich nach Liebe. Deshalb gibt sie sie auch nicht kampflos auf, als sie Daniels abgründiges Geheimnis erfährt.

Die Wienerin Franziska Weisz studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre, bevor sie 1999 der Regisseur Ulrich Seidl für seinen Film Hundstage als Schauspielerin entdeckte. Nach den Dreharbeiten begann sie erneut ein Studium der International Relations and Media in England, das sie mit einem Master Degree in Development and Environment abschloss.
Schon während des Studiums nahm Franziska Weisz immer wieder Rollen in Film- und TV-Produktionen an, und wurde für das Drama In Liebe vereint mit dem Undine Award in der Kategorie Beste jugendliche Schauspielerin in einem Fernsehfilm ausgezeichnet. Heute konzentriert sie sich vollends auf ihre erfolgreiche Schauspielkarriere.
2004 brillierte Weisz in der Rolle der jungen Irene in Jessicas Hausners hoch gelobtem Hotel, der seine Premiere auf den internationalen Filmfestspielen in Cannes feierte und für den sie 2005 erneut für den Undine Award nominiert war.
Auf der Berlinale 2005 wurde sie zum Europe's New Acting Talent – Shooting Star 2005 gekürt. Außerdem erhielt sie eine Romy-Nominierung in der Kategorie Beliebtester weiblicher Shootingstar. Der Franz-Hofer-Preis wurde ihr 2008 für ihre schauspielerischen Leistungen in den Filmen Rendez-Vous, Hundstage und DISTANZ verliehen.
Franziska Weisz lebt in Berlin und war zuletzt in Heisenbergs Der Räuber zu sehen, der im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale für Furore sorgte. Für ihre darstellerische Leistung in diesem Film wurde Franziska Weisz mit dem Diagonale Schauspielpreis 2010 ausgezeichnet. Außerdem eröffnete sie mit Renn, wenn du kannst die Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale 2010.

 

 

 

 

 

JOSEF HEYNERT / CHRISTIAN

Christian ist ein Mensch, der alles was er tut, genau plant. Seine proletige, schlagfertige Art ist nur eine Äußerlichkeit – er ist kalt, berechnend und gönnt niemandem irgendetwas. Eigentlich ist ihm Jana egal, da sie aber die einzige attraktive Frau an seinem Arbeitsplatz ist, gerät sie automatisch zur Zielscheibe für seine Ambitionen.

Der 1976 geborene Josef Heynert absolvierte nach dem Abitur seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater unter der Leitung des russischen Schauspielers und Regisseurs Pjotr Olev in Hamburg, an der er seit 2006 auch als Gastdozent tätig ist. Neben zahlreichen Auftritten u.a. am renommierten Thalia Theater in Hamburg war der gebürtige Berliner bereits in zahlreichen TV-Produktionen, wie Tatort, Bloch, Der Dicke, SOKO, Großstadtrevier etc. zu sehen und ist seitdem aus der deutschen Fernsehlandschaft kaum mehr wegzudenken. Aber auch in Kinofilmen wie Verschwende deine Jugend (2003), Kleinruppin forever (2004) und Bluthochzeit (2005) konnte der Schauspieler sein herausragendes Talent unter Beweis stellen. Für sein darstellerisches Können ist Heynert mehrfach ausgezeichnet und nominiert worden: So erhielt sein Ensemble von Der Schatten eines Rebellen unter Jutta Hoffmann den 1. Hauptpreis beim Treffen der deutschsprachigen Schauspielschulen 2000 in Potsdam, Holger Haases Das Leben der Philosophen wurde 2006 für den Grimme-Preis nominiert. Des weiteren war er in den preisgekrönten Kinoproduktionen Für den unbekannten Hund (2007) von Dominik und Benjamin Reding sowie Benjamin Quabecks Nichts bereuen (2001) zu sehen.
Zuletzt spielte er in der Siegfried-Lenz-Verfilmung Die Auflehnung und der erfolgreichen Krimireihe Polizeiruf 110 und stand für Sören Hüpers & Christian Prettins Episodenfilm Toilets vor der Kamera.




FILMOGRAPHIE (AUSWAHL)

Jahr Titel Regie
2010 DISTANZ (Kino)
THE CHALET GIRL (Kino)
MAX MANUS (Kino)
Thomas Sieben
Phil Traill
Espen Sandberg,
Joachim Ronning

2009 KAJINEK (Kino)
ZWEIOHRKÜKEN (Kino)
INGLORIOUS BASTERDS (Kino)
WILLKOMMEN ZU HAUSE (TV)
Petr Jákl
Til Schweiger
Quentin Tarantino
Andreas Senn

2008 FIRE (Kino)
KÖNIG DROSSELBART (TV)
KRIEG UND FRIEDEN (TV)
Raoul W. Heimrich
Sibylle Tafel
Robert Dornhelm

2007 GELLERT (Kino)
ALI BABA (TV)
Ayassi
Pierre Aknine

2006 EINE ANDERE LIGA (Kino)
KAROL (TV)
Buket Alakus
Giacomo Battiato

2004 TÖDLICHER UMWEG (Kino)
KISS & RUN (Kino)
NITSCHEWO (Kino)
LA FUGA DEGLI INNOCENTI (TV)
Curt Faudon
Annette Ernst
Stefan Sarazin
Leone Pompucci

2003 IM VISIER DES BÖSEN (TV) Giacomo Battiato

2002 –
2007

NACHTSCHICHT (TV) Lars Becker
2001 HUNDERT PRO (Kino) Simon Verhoeven

2000 GRAN PARADISO (Kino) Miguel Alexandre

1999 SCHLARAFFENLAND (Kino) Friedemann Fromm

 
Jahr Titel Regie
2010 DISTANZ (Kino)
CLOUDCLUSTER (Kino)
NIEMAND IST EINE INSEL (AT, TV)
DER ERSTE TAG (TV)
DER RÄUBER (Kino)
RENN, WENN DU KANNST (Kino)
Thomas Sieben
Pia Strietmann
Carlo Rola
Andreas Prochaska
Benjamin Heisenberg
Dietrich Brüggemann

2009 HABERMANN (Kino)
DAS VATERSPIEL (Kino)
Juraj Herz
Michael Glawogger

2008 IN 3 TAGEN BIST DU TOT II (Kino)
MEIN MÖRDER (TV)
MUTIG IN DEN NEUEN ZEITEN –
ALLES ANDERS (TV)

Andreas Prochaska
Elisabeth Scharang
Harald Sicheritz
2007 DIE GESCHWORENE (TV) Nikolaus Leytner

2006 HOTEL (Kino)
MUTIG IN DEN NEUEN ZEITEN –
NUR KEINE WELLEN (TV)

Jessica Hausner
Harald Sicheritz
2005 C(R)OOK – ROTWEIN ODER TOTSEIN (Kino)
SOMMERSPIELE
PERCHTOLDSDORF/TARTUFFE
- MOLIÈRE (THEATER)

Pepe Danquart

Michael Sturminger
2004 ICH GEHÖRE DIR (TV)
TATORT – DER WÄCHTER DER QUELLE (TV)

Holger Barthel
Holger Barthel
2002 HUNDSTAGE (Kino)
IN LIEBE VEREINT (TV)
Ulrich Seidl
Holger Barthel

2001 DIE KLAVIERSPIELERIN (Kino) Michael Haneke
 
Jahr Titel Regie
2010 DISTANZ (Kino)
TOILETS (Kino)

DIE AUFLEHNUNG (TV)
Thomas Sieben
Sören Hüper,
Christian Prettin
Manfred Stelzer

2009 DER GESTIEFELTE KATER (TV)
DER VERLORENE SOHN (TV)
DIE KLÄRUNG EINES SACHVERHALTS (TV)
DER DICKE (3. STAFFEL, TV)
TATORT - BRANDMAL (TV)
Christian Theede
Nina Grosse
Sören Hüper,
Christian Prettin
diverse
Maris Pfeiffer

2008 NACHTSCHICHT – Blutige Stadt Lars Becker

2007 FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND

PORNORAMA (Kino)
TATORT – ROTER HUND (TV)
Benjamin u. Dominik Reding
Marc Rothemund
Christoph Stark

2006 BLOCH – DIE WUT (TV) Christoph Stark

2005 BLUTHOCHZEIT (Kino)
DAS LEBEN DER PHILOSOPHEN (TV)
DER DICKE (1. STAFFEL, TV)
Dominique Deruddere
Holger Haase
diverse

2004 KLEINRUPPIN FOREVER (Kino)
EIN KRASSER DEAL (TV)
Carsten Fiebeler
Christina Fürneisen,
Daniel Texter

2003 VERSCHWENDE DEINE JUNGEND (Kino)

Benjamin Quabeck
2001 NICHTS BEREUEN (Kino)
DIE EINSAMKEIT DER KROKODILE (Kino)
Benjamin Quabeck
Jobst Oetzmann

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